In memoriam: Karl Berger

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Der international bedeutende Jazz-Vibraphonist und Pianist Karl Berger ist tot. Der gebürtige Heidelberger starb am 9. April 2023 im Alter von 88 Jahren in Albany, New York.
Berger zählte zu den bedeutendsten Vertretern des avantgardistischen Free Jazz und beschäftigte sich – immer interessiert an unterschiedlichsten musikalisch-kulturellen Wurzeln – schon sehr früh mit Weltmusik.
Von 1994 bis 2003 unterrichtete Karl Berger als Professor für „Jazz/Popularmusik“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK).

Nach seinem Studium zog der promovierte Musikwissenschaftler und Soziologe zunächst nach Paris und 1966 nach New York – der Karrierebeginn des deutschen Ausnahmemusikers in den USA.
Der leidenschaftliche Instrumentalist, aber auch Wissenschaftler und Pädagoge arbeitete mit namhaften Musiker*innen wie Pharoah Sanders, Angélique Kidjo, George Russell und John Cage zusammen und beeinflusste Generationen unterschiedlichster Komponist*innen und Künstler*innen.
Als Vibraphonist, Pianist, Komponist, Arrangeur und Orchesterleiter hat Karl Berger an unzähligen Aufnahmen mitgearbeitet.

Die HfMDK trauert um einen herausragenden Musiker und ihren ehemaligen Dozenten.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.